Griechenland – Plötzlich im Krankenhaus

Published on: 27 November 2022
By TZ

So kann es gehen. Plötzlich lag ich im Krankenhaus. Eine zuerst vermutete verstopfte Analvene wurde dann als sofort zu operierender Abzess attestiert. Nach Vollnarkose und nicht durchgeführter Operation – der Chirurg erkannte etwas anderes als die Ärzte vorher – war ich nach dann 24 Stunden wieder draussen. Dazwischen lagen Stunden des Bangens und fast schon Testament-Schreibens. Nu lach ich … Mann mann – was alles so passiert

Folgendes ist passiert. Am Freitag ging es los. Ich hatte etwas, das man vielleicht als Hämorrhoiden bezeichnen würde. Es fing an zu schmerzen und war aber zu äußerlich, um das zu sein, was ich zuerst dachte. Wie auch immer, ich ging auf einen Kaffee trinken und die Tochter des Kneipenbesitzers, eine Ärztin, drängte darauf es sich mal anzusehen. Es kam daher, weil ich gefragt hatte, ob man einen Arzt kenne den ich am Montag aufsuchen könnte. Ein paar Minuten später war ich mit heruntergelassener Hose in ihrem Haus, während sie und ihre Mutter meinen Hintern inspizierten. Ja, es war so seltsam, wie es sich anhört.

Zur Apotheke war die Order – die komische Tour ging bei der Apotheke weiter. In einem kleinen Raum hinter der Theke wurden Bilder von meinem “unteren Rücken” gemacht und an einen Arzt geschickt, um die vermutete Medikation zu bestätigen.

Der Arzt war anderer Meinung und bestand darauf, dass ich zum nächsten Notfallaufnahme gehe. Also gingen wir dorthin. Mein mittlerweile schon berühmter Arsch – mir gingen gerade die einvernehmlichen Worte aus, also nenne ich ihn immer wieder beim Namen – wurde dort noch einmal genau inspiziert.

Die Entscheidung war, mich im Krankenhaus zu behalten. Die Familie des Kneipenbesitzers bot an, sich um Einstein zu kümmern. Also wurde nach den COVID-Tests, Xray mindestens ein Liter Blut gegeben, wurde ich in mein Zimmer geführt.

Man sagte mir, dass es kein Essen geben würde, da ich am nächsten Tag operiert würde. Am nächsten Tag, nach einer schrecklichen Nacht in einem kaputten Bett in einem Zimmer mit wirklich kranken Menschen, wartete ich geduldig auf mein Schicksal.

Die Kommunikation war sehr schwierig. Niemand sprach Englisch, und sogar das Schreiben war schwierig. Ich erfuhr, dass sie planten, mich nach der Operation noch zwei Tage zu behalten. Ich fand das seltsam. Als sie meinen ganzen Bauch rasierten, bekam ich Angst.

Bevor ich nachdenken und mein Testament beenden konnte, wurde mein Bett mit mir darin in den OP-Raum gerollt. Als ich aus der Narkose erwachte, sagten sie mir, sie hätten nicht operiert. Der Chirurg sagte, es sei ein wild gewordener Ausschlag.

Alles gut – All good now.

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